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Montag, 12. April 2010

Bestattungskultur




Am Sonntag bot sich mir die Gelegenheit an einer Führung über den Melatenfriehof teilzunehmen.
Ein Freund hat mich dazu eingeladen.



Obschon ich kein Freund von Friedhöfen bin habe ich mich darauf eingelassen - nicht zuletzt weil ein "alter Lehrer" während meiner Ausbildung immer wieder empfahl dort einen Spaziergang zu machen.


Aber der Besuch hat sich gelohnt und wer mag kann sich zu den Bildern auch den Eintrag bei Wikipedia reinziehen.








Als erstes viel mit dann diese Werbung am Eingang des Friedhofes ins Auge und regte auch mich zum nachdenken an.






Bei der Erklärung gingen wir dann nochmal vor das Tor. Dort sind zwei Tafeln angebracht mit lateinischer Inschrift.




Wer kann der mag es genau übersetzen. Sinngemäß heißt es wohl, das man nicht auf eine Friedhof gehen soll ohne im Gebet zu verweilen.







So dass muss erst mal reichen, denn irgendwie dauert es sehr lange bis ich die Bilder geladen habe, villeicht zu anderer Zeit mehr davon!

Samstag, 3. April 2010

Es gibt keinen Gott!!!!!

So.
Nachdem ich nun die Kartage sehr bewusst mitgegangen bin und viele schöne Erlebnisse hatte (soweit das in der Karwoche möglich ist) musste ich mich heute nach der Feier der Osternacht einem Gedanken zuwenden.

Mal angenommen ich hätte zu der Zeit Jesu gelebt.....

Ich wäre eine klassische Sünderin ( angenommen :- ) !!!)

Ich hätte das Prozedere mit den Jubelrufen an Palmsonntag und mit dem schreienden Volk am Kreuzigungstag mitbekommen.

Gefoltert,
ans Kreuz geschlagen,
TOT
Nada , Niente, nichts geht mehr.....
Und dann.....
3 Tage späer......
Das Grab ist LEER!
HÄ?
Wie geht das?
Jemand hat ihn geklaut!
Wer weiß?
Vielleicht beobachtet man mich?
Vielleicht bin ich die Nächste?
Aber....
irgendwie hat der da was gesagt. ....
Das macht mir Hoffnung.
und....
Jesus (Gott) lässt unds nicht allein!
Wie Schön!!!
Hoffnung!
Gott lebt!
Der Tot ist überwunden.
Egal was ich tue.
Gott liebt mich und ist so barmherzig, dass ich immer wieder zu ihm kommen darf.
Trotz meiner Fehler
Trotz meinem Unmut,
Trot meines Stolzes,
Trotz meines Unglaubens...
Danke
JESUS IST WAHRHAFT AUFERSTANDEN!!!!!
*'H*

Sonntag, 28. März 2010

Die Jugend hat schwer zu tragen...






Ich bin ja eher faul was das mitschleppen von Equipment angeht.
Die „Jugend“ scheint da belastbarer.
Fotografiert habe ich das Bild bei einer Freundin, dessen Sohn damit umherläuft

Sonntag, 21. März 2010

Die drei Siebe des Sokrates


Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und war voll Aufregung: “Höre, Sokrates, das muß ich dir erzählen, wie dein Freund …”"Halt ein!”, unterbrach ihn der Weise, “hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?”"Drei Siebe?”, fragte der andere voll Verwunderung.”Ja, guter Freund, drei Siebe! Laß sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?”
“Nein, ich hörte es erzählen und …”
“So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen -, so doch wenigstens gut?”
Zögernd sagte der andere: “Nein, das nicht, im Gegenteil …”
“Hm”, unterbrach ihn der Weise, “so laß uns auch das dritte Sieb noch anwenden und laß uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt!”
“Notwendig nun gerade nicht …”
“Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut, noch notwendig ist, so laß es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!”


*H*

Sonntag, 14. März 2010

Der verlorene Sohn



Nachdem ich heute das Tagesevangelium http://cmsms.schoenstatt.de/de/evangelium-tag-fur-tag.htm gehört habe beschäftige ich mich schon den ganzen Tag mit dem Vaterbild der Bibel, dem Vaterbild der unsrigen Gesellschaft und dem meinigen.

Wir sind alle Produkte unserer Umwelt und somit auch unserer Erziehung. So wird dann wohl auch unser Vaterbild entscheidend durch unser ureigenstes Vaterbild geprägt.

Wie sieht der ideale Vater aus?
Ich glaube es gibt keine Idealen Väter, denn wir sind Menschen und wir sind fehlerhaft. Assoziationen

Ich glaube aber, das ein guter Vater ein Vater sein kann, der sich stets darum sorgt ein guter, liebender Vater zu sein. Trotz seiner Fehlerhaftigkeit erkennt und sich dem Kind in Herzensliebe zuwendet.
Meine Idee von einem idealen Vater ist der, der in liebe seine(n) Kinder(n) zugewandt ist. Er ist besorgt um das Wohl seines Kindes. Er kann nicht alles perfekt machen, ist aber in der Lage sein Handeln zu reflektieren.

Oft spricht die Bibel vom Vater und ich habe so eine Idee eines Ideals. Das Wort Vater ist in meinem erleben schon belegt, so das ich Gott so nicht aus vollem Herzen nennen kann.

Aber es ist gut zu wissen dass da jemand ist, der mir gut sein will. Gott ist großherzig und verzeiht mir meine Fehlerhaftigkeit, meine Nachlässigkeiten im Alltag und meine kleinen „Gemeinheiten“.
Es ist gut zu wissen dass er, so ich es will, immer da ist.

Donnerstag, 11. März 2010

Halbzeit oder Mittfasten

So, die Hälfte wäre geschafft und wir nähern uns mit forschen Schritten dem Osterfest.
Ich bin froh, das ich meine Vorsätze (mit einer kleinen Einschränkung) halten konnte. Jetzt könnte nur noch der Frühling kommen....

Zum Beginn der Halbzeit nun einen Text zum Nachdenken.


Rechte Umkehr

Zur rechten Zeit - am rechten Ort
die rechte Tat - das rechte Wort


Rechtzeitig anfangen
bei mir selbst, vor der
eigenen Türe zu kehren,
mich eines Besseren belehren
zu lassen und umzukehren

Rechtzeitig aufhören,
Sündenböcke zu jagen,
mich oder andere in den
Schatten zu stellen,
Schuld zu verteilen.

Rechtzeitig anfangen,
abzugeben, zu entsorgen,
zuzugeben, einzugestehen,
wie nötig ich Erneuerung
habe, einfach zu vergeben.


Aus Fastenkalender 2010

Paul Weismantel




*H*

Sonntag, 28. Februar 2010

7 Stationen

Meine Seele tadelte mich siebenmal.

Das erste Mal,als ich versuchte mich auf Kosten der Erniedrigten zu erhöhen.

Das zweite Mal, als ich vor Lahmen zu hinken vorgab.

Das dritte Mal, als ich zwischen schwerem und leichtenzu wählen hatte - und dem Leichten den Vorzug gab.

Das vierte Mal als ich einen Fehler beging und mich mit den Fehlern anderer tröstete.

Das fünfte Mal, als ich Schwäche hinnahm und es der Stärke meiner Geduld zuschrieb.

Das sechste Mal, als ich den Saum meines Gewandes hob, damit der Staub des Lebens es nicht beschmutzte.

Das siebte Mal, als ich ein Lied zum Lob Gottes anstimmte und den Gesang für eine Tugend hielt.

Khahil Gibran
(in Hinter dem Schleier der Nacht leuchtet das Leben; Herder/Spektrum, Freiburg 1997)

Donnerstag, 18. Februar 2010

Zugegeben, ich finde es immer wieder schwierig, mich mit der Buße und der Beichte auseinander zu setzten.
Dennoch, die Fastenzeit hat begonnen und wir Katholiken haben die Möglichkeit unsere Beziehung mit Gott wieder zu prüfen, zu durchleuchten und auf neue Füsse zu stellen.
Es ist gut das wir die Möglichkeit haben unser Leben vor Gott zu bringen und einen Neuanfang zu wagen.

Erlösend und befreieend.

Wer Lust hat, zu lesen was die Bischöfe zur Busspraxis zu sagen, öffnet am besten diesen Link.
Vielleicht ist es eine Anregung, sich mit den Gedanken noch mal (anders) auf den Weg mit Gott zu machen.



https://*.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/seelsorge/exerzitien/Links/busspraxis.pdf

Donnerstag, 28. Januar 2010

Beten



Heute ist der Gedenktag von Thomas von Aquin. Er hat ein Gebet geschrieben, das ich heute zum ersten Mal gehört habe.


Gebet vor dem Studium

Schöpfer des Alls, wahrer Quell des Lichtes und der Weisheit, erhabener Ursprung allen Seins, laß gnädig einen Strahl deiner Klarheit in das Dunkel meines Verstandes dringen und nimm von mir die zweifache Finsternis, in der ich geboren bin: die Sünde und die Unwissenheit.

Gib mir Scharfsinn zum Begreifen, gutes Gedächtnis zum Behalten, Fähigkeit zum rechten und gründlichen Erfassen, Feinheit und Genauigkeit im Erklären, Fülle und Anmut im Ausdruck.

Lehre den Anfang, lenke den Fortgang, hilf zur Vollendung, durch Christus, unsern Herrn.


Hl. Thomas von Aquin (1224/25 - 1274)



Heute ist mir wieder einmal deutlich geworden wie wichtig es ist, den Kontakt zu Gott nicht abreißen zu lassen.
Wie ich mich um einen Freund bemühe, mindestens so muss ich mich um die Freundschaft mit Gott bemühen.
Wenn ich glaube und mich zum Glauben bekenne ist es nur logisch sich Gott zuzuwenden und mit Ihm ins Gespräch zu kommen
Je mehr ich mich einlasse, um so mehr bekomme ich geschenkt. Eine Erfahrung die für mich Wirklichkeit ist.

Montag, 11. Januar 2010

Berufung


Wenn wir den Entschlus zur totalen Nachfolge Christi fassen, entscheiden wir uns für ein schweres Leben; aber die Feststellung ist wichtig, das es auch ein glückliches Leben ist.

Wenn wir das begreifen, werden wir ihm bereitwilliger und hingebungsvoller und mir größerer Ausdauer folgen.


Anthony de Mello SJ (1931 - 1987, Jesuit, spiritueller Lehrer)

Samstag, 2. Januar 2010

Zeit

Nachdem ich heute aufgestanden bin um die Laudes in unserer Gemeinde zu besuchen fand ich einen Neujahrsgruß in unserem Flur liegend.


Einige Zeilen haben mich besonders angesprochen.


„ Zeit ist Geld, sagen wir. Mehr nicht? Macht das Geld den Wert der Zeit aus? Zeit ist mehr Gabe als Geld, sie ist unbezahlbar. Sie fällt uns zu wie ein Geschenk des Himmels. Jeder Augenblick ist wie ein Geschenk, das uns der Himmel auf Erden anvertraut….“

Diese Zeilen haben, je nach Lebenslage, sicherlich eine unterschiedliche Bedeutung.



Derzeit liegt ein guter Bekannter von mir im Sterben und dann ist alles zu früh und nicht zum richtigen Zeitpunkt.
Dann fallen mit Sprüche ein wie „Das Leben ist Lebensgefährlich und endet meistens tödlich“.



Ein schwacher Trost.


Ein vertrauter Mensch geht und das ist schmerzhaft.
Und ich glaube auch es ist immer zu früh, egal wie alt er oder sie ist.

Ich erlebe immer wieder dass es in unserer Gesellschaft keine Sprache und auch keine Handlungsmöglichkeiten mehr für "Ausnahmefall" Tot und Sterben gibt.




Wie viel reicher ist da die Kirche!

Mit dem Verständnis eines Glaubenden ist der Tot auch Erlösung.

Für mich ist heute noch mal mehr deutlich geworden, das wir unsere Zeit genauer in den Blick nehmen sollten um Wesentliches zu tun.
Christsein im Miteinander leben. Teilen von Freude und von Leid mit der Unterstützung Gottes.
Für da Jahr 2010 wünsche ich mir, das ich den Mut habe Tabuthemen anzusprechen und mehr von der Hilfe Gottes zu sprechen, auch wenn mir das nicht immer leicht fällt.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Zum nachdenken

1.Johannesbrief 2,15-17

15 Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht. 16 Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. 17 Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.

*H